Therapieformen

Faszientherapie

Der gesamte Körper ist durchzogen von Faszien. Verletzungen, Bewegungsmangel und Schmerzen können dafür verantwortlich sein, dass diese Fasern sich verdrehen oder verkleben.  Ein Teufelskreis aus Schmerzen, Bewegungsunlust oder Sensibilitätsstörungen ist die Folge. Faszientherapie kann hier helfen und die Beweglichkeit wieder herstellen.

Passive Bewegungstherapie:

Die Übungen in der passiven Bewegungstherapie dienen unter anderem dem Erhalt oder der Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit; die Flexibilität von Bändern, Sehnen und Muskeln wird gefördert. Auch bei Störungen in der neuromuskulären Funktion kommen sie zum Einsatz.

Aktive Bewegungstherapie

Hierzu gehören alle Übungen, die eine aktive Muskeltätigkeit erfordern, wie z. B. Gehen, Laufen (bergauf und bergab), Slalom, Cavalettiarbeit, Treppensteigen, Sitz-Steh-Übungen beim Hund und natürlich auch Schwimmen.

Assistierte Bewegungstherapie

Diese Form ist besonders für Patienten geeignet, die nur einen Teil ihres Körpergewichtes tragen können. Hierzu gehören unter anderem viele Patienten mit neurologischen Problemen, z.B. nach Bandscheibenvorfällen oder bei Cauda-equina-Syndrom.
Der Patient wird hierbei während der Übungen unterstützt oder gehalten.
Ziel ist ebenfalls eine Kräftigung und außerdem eine Verbesserung des neuromuskulären Bewußtseins und der Propriozeption: das Tier lernt so, wieder ein Gefühl für Position und Funktion seiner Gliedmaßen zu bekommen und kann dann später in die aktive Bewegungstherapie eingeführt werden.

Massage

Bei unseren Tieren können unterschiedliche Massagegriffe und -techniken - wie auch beim Menschen - mit großem therapeutischem Nutzen angewandt werden.

Die Wirkungen der Massage sind unter anderem:

  • Verbesserung der Durchblutung
  • Durchbrechung des Teufelskreises Schmerz -> Verspannung -> Schmerz
  • Mobilisierung von Verklebungen im Gewebe
  • Freisetzung körpereigener Endorphine ("Glückshormone"), damit allgemeine körperliche und psychische Entspannung
  • Verbesserung der Muskelregeneration
  • Verbesserung des Lymphabflusses

 

Elektrotherapie

Bei der Transkutanen Elektrischen Nervenstimulation (TENS) werden durch die Einwirkung des Stroms körpereigene schmerzhemmende und muskelstimulierende Systeme aktiviert.

Die Einsatzgebiete sind vielfältig, unter anderem zählen hierzu:

  • akute und chronische Schmerzzustände des Bewegungsapparates
  • Arthrosen
  • Spondylosen
  • muskuläre Verspannungen
  • neurologische Probleme

Wärmetherapie

Durch Wärmeanwendungen kommt es zur Mehrdurchblutung, Muskelentspannung, Schmerzminderung und Verbesserung der Dehnbarkeit des Gewebes.
Die Wärmetherapie ist daher sehr gut zur Vorbereitung der Massage oder auch in der Sportmedizin einsetzbar.

Kältetherapie

Durch Einsatz von Cold-Packs oder Eislollies kommt es zu einem Zusammenziehen der Gefäße und zu einer Minderdurchblutung im gekühlten Bereich. Ebenso werden Schmerzen und Schwellungen gemindert.
Etwa 20 - 40 min nach dem Kühlen kommt es zu einer verstärkten Durchblutung in diesem Bereich.